Berlin : Tempodrom: Kommentar: Auf die laxe Tour

C. v. L.

Tempodrom-Chefin Irene Moessinger kann sich zurücklehnen und beruhigt abwarten. So kurz vor der Wahl kann nichts mehr schiefgehen. Auch wenn ihr neues Zeltgebäude noch nicht fertig ist und mit mindestens zwölf Millionen Mark in den roten Zahlen steckt, wird das bitterarme Land Berlin die finanzielle Lücke schließen, um nicht als Kulturbanause dazustehen. Für den Neubau wurde die Vergabe des europäischen Filmpreises Anfang Dezember an Land gezogen, und der Senat wäre blamiert, stünde bis dahin nur eine Bauruine. Gut sieht es für das Land Berlin schon jetzt nicht aus. Euphorisch wurden öffentliche Kredite befürwortet, ohne sich über die Baukosten im Klaren zu sein. Die Landesbank zahlte bereitwillig. Die Kontrolle der Bauunterlagen ließ zu wünschen übrig. Jeder Eigenheimbauer wird kritischer geprüft, bevor es Kredit gibt. Beim Tempodrom ging es auch auf die laxe Tour.

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