Berlin : Tempodrom: Specker erhält kein Geld

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Der CDU-Abgeordnete Michael Braun hat seinen Rechtsstreit mit dem einstigen Tempodrom-Förderer Roland Specker gewonnen. Das Landgericht lehnte am Dienstag eine Klage des ehemaligen Unternehmers Specker auf Schmerzensgeld ab, sagte Gerichtssprecherin Katrin- Elena Schönberg. Auslöser der Klage war ein Interview gewesen, das Braun vor gut zwei Jahren gegeben hatte. Darin unterstellte der damalige Vorsitzende des Tempodrom-Untersuchungsausschusses, Specker sei durch die SPD in den Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe gelangt und leitete daraus eine Vermengung von politischen und wirtschaftlichen Interessen Speckers ab.

Nachdem die – falsche – Behauptung Brauns bereits vergangenes Jahr gerichtlich untersagt worden war, hatte Specker nun wegen der erlittenen Rufschädigung auf Schmerzensgeld von mindestens 40 000 Euro geklagt. Das Gericht lehnte die Klage aber als unbegründet ab. Man sehe „keine schwerwiegende Verletzung des Persönlichkeitsrechts“.

In einem anderen Verfahren hat die Berliner Justiz jetzt den Tempodrom- Gründern Irene Moessinger und Norbert Waehl ihre Anklageschriften zugestellt. Das bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Michael Grunwald, auf Anfrage. Die beiden, die alle Vorwürfe zurückweisen, werden wegen der kritischen Finanzierung des Tempodroms der Untreue und des Betruges angeklagt. Jetzt haben sie Zeit, sich dazu zu äußern, dann entscheidet das Landgericht, ob ihnen der Prozess gemacht wird. lvt

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