Berlin : Teufelsberg im Grunewald: Der erste Bagger rollt

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Auf dem Teufelsberg im Grunewald hat am Freitag der Erdaushub für das umstrittene Bauprojekt an der früheren Abhörstation begonnen. Allerdings blieben die Arbeiten unspektakulär. Auf dem hinteren Geländeteil begann ein Bagger damit, eine Grube zu schaufeln; ein Lkw transportierte Erde ab. Mittags waren, inklusive Pförtner, nur vier Menschen zu sehen. Auf dem Berg stehen aber Container einer Firma, die Generalunternehmer der Investoren um den Kölner Architekten Hartmut Gruhl ist.

Die Gegner der geplanten Bebauung mit rund 100 Wohnungen, einem Hotel, Büros und einem Spionagemuseum bezweifeln, dass die Investoren genug Geld haben. Nach Ansicht des Grünen-Abgeordneten Hartwig Berger wird nur "pro forma" gearbeitet, um zu vermeiden, dass der Senat den Kaufvertrag von 1996 annulliert oder die Baugenehmigung im September ausläuft. Für das Hotel gibt es jedenfalls noch keinen Betreiber. Laut Gruhl soll es nur noch vier statt fünf Sterne bekommen; auch die Wohnungen werden weniger luxuriös geplant. Seit 1998 waren angekündigte Bautermine stets folgenlos verstrichen. So schien es zuletzt auch am Osterdienstag, als Grünen-Politiker, Naturschutzverbände und eine Bürgerinitiative am Tor protestierten. Nach Investorenangaben waren zunächst die Gruben vermessen worden.

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