Berlin : Teures Pflaster

Christian van Lessen

hofft auf eine Erfindung aus Berlin Das Geld liegt auf der Straße, man muss nur zugreifen, haben wir irgendwann gelernt. Und schnell wieder vergessen. Was findet sich, mal ehrlich, in Berlin schon auf der Straße oder auf den Bürgersteigen, das man gern aufheben möchte? Genau! Nichts! Was da haufenweise herumliegt, rührt keiner mit dem Finger an. Wir rümpfen allenfalls die Nase über die Hinterlassenschaften. Was sollte da zu Geld zu machen sein? Stopp! Wir müssen umdenken. Gerade kommt die Meldung aus dem Deutschen Patentamt in München, dass ein Berliner Aktionskünstler ein sensationelles Verfahren angemeldet hat. Er will aus Hundekot „Huko“ machen, einen Brenn- und Baustoff. Ein torfähnliches Granulat, das sich auch gut als Dämmmaterial verwenden lässt. Dem Künstler und seinem Terrier Karlchen sei Dank für die Erkenntnis, dass sich offenbar aus wirklich allem Bares gewinnen lässt. Herr und Hund haben, wie es heißt, erste erfolgreiche Tests hinter sich. Aber das skeptische Patentamt hat noch nichts nachgeprüft. Schon soll sich, unbestätigten Informationen zufolge, ein gutgläubiger Interessent aus Berlin gemeldet haben. Für den Finanzsenator könnte jeder Berliner Hund zum willkommenen Dukatenesel werden. Und Huko zum Retter der Stadt in letzter Finanznot.

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