Theater : Investor will nur eine der Kudamm-Bühnen erhalten

Von den beiden Berliner Ku'damm-Boulevardbühnen bleibt auf lange Sicht offenbar nur die Komödie am Kurfürstendamm übrig.

BerlinNach Informationen des Tagesspiegels soll das Boulevardtheater einen neuen und größeren Standort im Ku'damm-Karree erhalten, das der irische Investor Ballymore Group umbauen will. Am Mittwoch wollen Ballymore und Intendant Martin Woelffer öffentlich eine Vereinbarung vorstellen.

Woelffer äußerte sich am Dienstag nicht zu Einzelheiten, sprach aber von einer "langfristigen Perspektive für den Theaterstandort". Anders als die Komödie soll das benachbarte Theater am Kurfürstendamm schließen, wenn die Neugestaltung des Gebäudekomplexes rundum beginnt. Das bestätigte der Charlottenburg-Wilmersdorfer Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) der Zeitung. Bis zu einem Bauantrag könne es noch "lange dauern", sagte Gröhler. Zuvor seien ausführliche Bauberatungen nötig. Am Montag sei dem Bezirksamt ein Gesamtkonzept für das Ku'damm-Karree vorgestellt worden, das vor allem Büros und Läden vorsehe.

Die Ku'damm-Theater kämpfen seit Ende 2005 um ihre Rettung. Damals plante eine Immobilienfirma der Deutschen Bank ein Shoppingcenter. Später wechselte das Ku'damm-Karree zwei Mal den Besitzer. Die Mietverträge der Bühnen sind seit Monaten abgelaufen. Die Spielstätten werden aber noch geduldet und überweisen auch weiterhin Miete. Ballymore ist seit Mitte 2007 Eigentümer. (Tsp)

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