Berlin : Thekentanz: Datscha-Dance im Kaffee Burger

Esther Kogelboom

Klar, die Russen-Disko im Kaffee Burger ist immer noch der Knüller. Aber jetzt gibt es zur Abwechslung was Neues - den Datscha-Dance. Oder übersetzt: Tanzvergnügen in der Ferien-Hütte. Das passt zur Saison. Und man merkt nicht nur bei der Parkplatzsuche, dass die Stadt leerer ist als sonst.

Auch im Kaffee Burger, das sonst bis unter die Decke vollgestapelt mit Menschen ist, haben ich und meine vier charmanten Begleiter plötzlich Platz zum Tanzen. Keine Frage, dass wir den beim Datscha-Dance auch dringend brauchen, denn auf diese merkwürdigen Klänge müssen wir uns langsam einschwingen. Das ist Zigeunermusik, die DJ Krishan und DJ Rajewski auflegen, anstrengend, aufputschend und mit schmerzendem Geigenwimmern untermalt. Ein Tor, der jetzt an Alexandra denkt. Denn eigentlich ist die Musik zu schnell, als dass man melancholisch werden könnte. Aber Schmerz und Speed müssen sich ja nicht ausschließen, und deshalb trinken wir auch Wodka mit Bier und Bier mit Wodka.

Die anderen Leute amüsieren sich auch alle prächtig, im Kaffee Burger ist es noch heißer als draußen, und auf dem Grill im Hof brutzeln Auberginenscheiben. Das ist schade, denn wir würden lieber eine kapitale Wurst verspeisen. Tanzen kann man zu den Zigeunerscheiben am besten, indem man schnell auf und ab hüpft, sich noch schneller im Kreis dreht und sich auf dem Höhepunkt der Schwerelosigkeit einfach auf den Boden fallen lässt. Gut, wenn man einen charmanten Begleiter zum Aufschnappen dabei hat. Besser aber sind vier.

DJ Krishan und DJ Rajewski haben die Schallplatten aus Russland, Ungarn und Rumänien. Wenn DJ Krishan nach Italien fährt, nimmt er nicht einfach die kürzeste Verbindung, sondern klappert die Länder ab und sucht neues Material. Das soll er mal machen, da können wir bald wieder kommen und einen lustigen Folklore-Schmerz-Speed-Abend haben.

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