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Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Familie in Berlin

„WAHL-OSSIS“ IN OBERSCHÖNEWEIDE

Daniela und Harry sind Zuzügler aus Nordrhein-Westfalen. Nichts Besonderes? Doch. Ende 2004 ging es von Köln nach Friedrichshain, weil Harry Seels Arbeitgeber, das Bundeskriminalamt, teilweise umsiedelte. Nur anderthalb Jahre später entschieden sie gegen alle Wessi-Gewohnheiten, den angesagten Samariterkiez für das abgelegene Oberschöneweide am südöstlichen Stadtrand zu tauschen. Denn Emily, heute vier, kam zur Welt. „Für ein Kleinkind gab es in Friedrichshain zu viel Hundedreck und zu wenig Grünflächen, hinzu kam der lebensgefährliche Verkehr“, sagt der 35-jährige Kripobeamte. Seit Sommer 2006 wohnen die Seels, jetzt mit der einjährigen Mila zu viert, in einem sanierten Altbau. Im Haus leben sieben andere Kinder zwischen ein und neun Jahren, die Kita ist nur 300 Meter entfernt. „Die Stimmung im Haus ist toll“, sagt Harry Seel. Die 20 Minuten zur Arbeit in Treptow fährt er mit dem Rad, seine 30-jährige Frau arbeitet neben dem Psychologie-Fernstudium in einer Firma für Personalschulung. Die Familie ist gerne draußen, geht in der Wuhlheide spazieren oder besucht das FEZ. „Wir sind Wahl-Ossis“, sagen die Seels. Sie lieben ihren Kiez. Christoph Spangenberg

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