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Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Familie in Berlin

SCHÖNE PLÄNE FÜR MITTE

Stadtplaner Torsten Esch wohnt zwischen Hackeschen Höfen und Rosa-Luxemburg-Platz – und wenn er den eigenen Kiez verändern könnte, würde er die Fußgängerzone am Hackeschen Markt vergrößern, damit die Kinder mit den Rädern besser durchkommen. „So muss man im Slalom um die Tische und Touristen rum“, sagt er. Doch Esch, 41, arbeitet nur für Städte in Brandenburg, deshalb bleibt sein Plan vorerst ein Wunsch. Zusammen mit Lebensgefährtin Manuela Bretall, einer 39-jährigen Gartenbauingenieurin, fühlt er sich pudelwohl in Mitte. Sie gehen gerne in die Volksbühne und ins Kino Babylon. Sohn Arne, 2, liebt den Zoo, dem vierjährigen Ole haben es Eisenbahnen angetan. Die Freunde der Familie wohnen um die Ecke, und zum Plausch trifft man sich mit den Kids auf dem Spielplatz. „Das hat eine andere Qualität in Mitte“, sagt Esch, „man steckt mitten im Leben, alles ist so nah, dass wir kein Auto brauchen“. Nur einen Indoorspielplatz vermisst die Familie, die lauten Kneipen findet Esch nervig. Wenn er und Bretall die Nase voll von Berlin haben, flüchten sie einfach in ihr Bauernhaus, das sie mit Studienfreunden in der Prignitz gekauft haben. Christoph Spangenberg

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