Thomas Ruschin : Ex-Stadtrat wechselt von CDU zu FDP

Vor einem Monat flog die FDP aus dem Bundestag: Der beste Zeitpunkt, um der liberalen Partei beizutreten? Thomas Ruschin jedenfalls sieht das so. Er hat am Dienstag seinen Austritt aus der CDU erklärt.

Karoline Kuhla

Vor einem Monat flog die FDP aus dem Bundestag: Der beste Zeitpunkt, um der liberalen Partei beizutreten? Der ehemalige CDU-Bezirksstadtrat von Reinickendorf, Thomas Ruschin jedenfalls sieht das so. „Ich möchte eine bürgerliche Politik für Deutschland und da hat die FDP - sieht man mal von einzelnen Personen ab - gute Positionen vertreten“, sagt Ruschin. Deshalb sei er nach 22 Jahren Mitgliedschaft in der CDU nun bei den Christdemokraten ausgetreten. Von 2006 bis 2011 war er für die CDU in Reinickendorf als Stadtrat für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten tätig. Jetzt hat der 39-Jährige inzwischen freiberufliche Anwalt seine Aufnahme bei der FDP beantragt.

In der CDU reagierte man überrascht, man respektiere aber die Entscheidung, heißt es. Der FDP hätte Ruschin mit seinem Wechsel beinahe wieder einen Platz in der Reinickendorfer Bezirksverordnetenversammlung beschert. Doch seinen Sitz in der BVV legte er mit dem Parteiaustritt nieder. Gezwungen war er dazu nicht, das BVV-Amt ist personengebunden.

Damit sind die Berliner Liberalen weiterhin kaum noch in einem Parlament vertreten: Weder im Bundestag, noch im Abgeordnetenhaus oder in der Reinickendorfer BVV. In Brüssel hält Alexandra Thein aus Berlin als Mitglied des Europa-Parlaments noch die Stellung.

Neu-FDP-Mitglied Thomas Ruschin bleibt trotz dieser miesen Lage zuversichtlich. Er will „die Rechte des Einzelnen und die Freiheitsrechte hochhalten“ und eine „starke Opposition“ fördern. Die Berliner FDP ist zur Zeit allerdings eher dabei, die Niederlage bei der Bundestagswahl zu verarbeiten. Bereits seit 2011 sitzen die Liberalen nicht mehr im Abgeordnetenhaus. Mit ihrem neuen Landeschef Martin Lindner verbanden sich seiter  große Hoffnungen. Doch inzwischen ist in FDP-Kreisen immer öfter zu hören: Ein neues Gesicht alleine bringt noch nicht den Erfolg.

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