Berlin : Thorben Marx U 21

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Thorben Marx hat das geschafft, was die anderen jungen Spieler noch erreichen wollen – den Sprung zu den Profis. Der Mittelfeldspieler besitzt bei Hertha einen Profivertrag bis 2004. Er kam 1998 von Hertha Zehlendorf, hat 27 Bundesligaspiele absolviert – gestern in Kaiserslautern war er nicht dabei. Marx sagt: „Ich fühle mich sehr wohl hier. Ich könnte mir vorstellen, zu verlängern.“ Sogar die Bayern haben bei ihm angefragt, „aber da war ich 12 oder 13 Jahre alt“.

Herthas Manager Dieter Hoeneß ist beeindruckt, wie sich Marx durchgebissen hat. Nur mit diesem Willen schaffe man es zu den Profis. Und welche Rolle spielt dabei eine gute Jugendarbeit? „Dass es so viele Talente bei Hertha gibt, ist kein Zufall.“ Bei Hertha habe sich in der Nachwuchsarbeit einiges geändert. „Der Verein hat gemerkt, dass es so wie früher nicht weitergehen kann.“

Marx wurde gerade für das „Team 2006“ nominiert, jene Mannschaft, die bei der Weltmeisterschaft in Deutschland spielen soll. In der Perspektivauswahl sollen in Absprache mit NationalteamChef Rudi Völler und seines Assistenten Michael Skibbe Profis aus der Bundesliga, der Zweiten Liga und auch der Regionalliga zum Zuge kommen, denen eine Chance im Hinblick auf die WM 2006 in Deutschland eingeräumt wird. Die Auswahl soll pro Jahr möglichst sechs bis acht Spiele bestreiten. Am Dienstag spielt die Mannschaft in Mainz gegen Schottland. Das Deutsche Sport-Fernsehen überträgt das Spiel ab 20.30 Uhr live.

Neben Marx haben auch schon Benjamin Köhler und Denis Lapaczinski für die U- 21-Nationalmannschaft gespielt. Herthas Abwehrspieler Alexander Madlung wäre ein Kandidat: Der 20-Jährige hat den Sprung zu den Profis so gut wie geschafft, gab gegen Aberdeen im Europapokal seinen Einstand.

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