Berlin : Tief im Westen

Regionalpark für Spandau und Umland geplant.

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Berlin/Nauen - Spandau und die Umlandgemeinden wollen einen länderübergreifenden Regionalpark gründen. Noch in diesem Jahr soll ein Förderverein gegründet werden. Die Palette der gemeinsamen Projekte reicht vom Naturschutz bis zur Entwicklung touristischer Angebote.

Bereits vor vier Jahren hatten sich Spandau und Falkensee gemeinsam vergeblich für die Ausrichtung der Landesgartenschau beworben. Der Regionalpark Osthavelland-Spandau soll den Gedanken aufnehmen und sich über Schönwalde und Dallgow-Döberitz bis nach Nauen und Ketzin erstrecken, so Spandaus Baustadtrat Carsten-Michael Röding, der die Pläne gemeinsam mit Schönwaldes Bürgermeister Bode Oehme (beide CDU) vorstellte. Zu den ersten Projekten gehört die Anbindung Spandaus mit seinem S- und Fernbahnhof an den sich bis nach Rathenow erstreckenden Havelland-Radweg, so Baustadtrat Röding. Auch Wander- und Reitwege sind in der Planung, sagt die Leiterin des Umwelt- und Naturschutzamtes, Elke Hube. Von gemeinsamen Tourenangeboten soll das Programm über die Direktvermarktung von regionalen Produkten und Selbsternte-Angeboten bis hin zu gemeinsamen Kulturveranstaltungen und Messen reichen.

In diesem Zusammenhang will sich auch das Märkische Ausstellungs- und Freizeitzentrum in Paaren an dem Verein beteiligen, so Hube. Der Spandauer Landschaftspflegeverband, der sich insbesondere um die dörfliche Entwicklung des Ortsteils Gatow kümmert, wird sich ebenfalls einbringen.

Angedacht sind grenzüberschreitende Tourismusprojekte wie eine Verknüpfung der Gartendenkmale in Spandau und im Havelland. Auch mit der Zitadelle und historischen Stätten im Umland ließen sich Kombi-Angebote für Besucher gestalten. Auf Spandauer Seite wurden zahlreiche Landschaftsflächen des Bezirks, vom Eiskeller über die Staakener Felder und den Hahneberg bis hin zu den Tiefwerder Wiesen in die Flächengebietskarte des Senats für Landwirtschafts-Fördermaßnahmen aufgenommen. Zusätzliche Mittel sollen bei der EU beantragt werden. Rainer W. During

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