Berlin : Tiefe Einschnitte

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WAS WURDE ERREICHT?

Betten und Behandlungsdauer: Seit 1991 hat sich die Zahl der Berliner Krankenhausbetten halbiert. Im Jahr 2004, auf dem die aktuellsten Daten des Statistischen Landesamtes basieren, gab es in den 70 Kliniken der Stadt noch 20 500 Betten, das entspricht rund 61 Betten pro 10 000 Einwohner (Zum Vergleich: Hamburg – 68, Bundesdurchschnitt – 64). In diesem Jahr behandelten die Häuser rund 695 000 Patienten stationär, die im Durchschnitt 8,7 Tage im Krankenhaus bleiben mussten (Hamburg – 8,4 und Bund – 8,7 Tage). 2002 lagen Berliner Patienten noch durchschnittlich 9,3 Tage in der Klinik. Diese Zahl wird nach Expertenansicht weiter sinken, so auch die Bettenanzahl. In der Senatsgesundheitsverwaltung rechnet man mit einem Abbau von 3000 bis 4000 Betten bis 2011.

Personalabbau: Die Berliner Hospitäler verursachten 2004 Kosten von 3,2 Milliarden Euro, 36 Millionen Euro weniger als 2003. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus dem Personalabbau. Arbeiteten im Jahr 2002 noch 42 100 Vollzeitkräfte in Berliner Krankenhäusern, so lag diese Zahl für 2004 bei 39 800.

Zulassungsstopp: Berlin gilt als überversorgt mit niedergelassenen Ärzten. Es gibt im Gegensatz zum unterversorgten Brandenburg einen Zulassungsstopp. Laut Kassenärztlicher Vereinigung Berlin betrieben 2005 rund 6100 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten in der Stadt eine Praxis. I.B.

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