Berlin : Tierheim Lankwitz: Geld vom Senat gefordert

Der Tierschutzverein Berlin fühlt sich vom Senat im Stich gelassen. Das Tierheim Lankwitz müsse komplett aus Eigenmitteln und Spenden finanziert werden, kritisierte Geschäftsführer Volker Wenk am Dienstag. Zurzeit seien in dem Heim neben 500 Katzen und 200 Kleintieren etwa 300 Hunde untergebracht. Davon wiederum seien 120 Kampfhunde, die unter die im Juli erlassene Hundeverordnung fallen. 30 Kampfhunde hätten bereits in eine private Hundepension gegeben werden müssen.

Auch Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion, die das Tierheim am Dienstag besuchten, kritisierten die Zustände. Der landwirtschaftspolitische Sprecher Matthias Weisheit sagte, es sei "bestürzend", wie die Stadt das Tierheim im Stich lasse. Die Einrichtung übernehme eindeutig kommunale Aufgaben. Nach Angaben Wenks kosten die 30 ausgelagerten Kampfhunde den Verein 100 000 Mark Miete, bis sie im Frühjahr 2001 in das im Bau befindliche neue Tierheim zurückgeholt werden könnten. Der Besuch der SPD-Bundestagsfraktion sei die erste Interessenbekundung von Politikern seit zehn Jahren.

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