Berlin : Tino Schwierzina wird heute 75 Ost-Berlins letzter OB

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Es ist still geworden um Tino Antoni Schwierzina, den ersten frei gewählten und zugleich letzten Ost-Berliner Oberbürgermeister. In außergewöhnlicher Zeit hat er Außergewöhnliches für die Einheitswerdung der Stadt geleistet. Heute begeht er seinen 75. Geburtstag. Seine Wahl zum Chef im Roten Rathaus am 30. Mai 1990 fiel auf seinen 63. Geburtstag. Schwierzina war überaus populär, aber von dem Wunsch beseelt, sich im n der Einheit so rasch wie möglich überflüssig zu machen. Er schaffte es in 32 Wochen und zwei Tagen. Damals regierte in Berlin die größte Koalition aller Zeiten – im Osten rot-schwarz, im Westen rot-grün unter Walter Momper. Der Wirtschaftsjurist Schwierzina, Gründungsmitglied der Ost-SPD im Oktober 1989, wurde über Nacht Politiker. Nach seiner Mission als Oberbürgermeister war er bis 1995 Vizepräsident des Abgeordnetenhauses. Ein schweres Leiden zwang ihn zum Rückzug aus der Politik. Der Senat dankte ihm 1996 mit der Verleihung des Ehrentitels Stadtältester. Gru.

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