Berlin : Tipps für Erstklässler bzw. deren Eltern: beim Ranzenkauf auf GS-Zeichen achten

se

Zum Schulbeginn werden die Bleistifte gespitzt, Hefte und Bücher angeschafft und Stundenpläne neu geschrieben. Was für die anderen Schüler nur die Rückkehr in den Alltag bedeutet, ist für die Erstklässler besonders aufregend. Für sie beginnt am 4. September, knapp eine Woche nach dem regulären Schulanfang der Ernst des Lebens. Dabei sollten die Eltern nicht nur Foto- oder Videokamera denken, sondern noch an einiges mehr.

Der Kauf des Schulranzens ist wohl der wichtigste Punkt vor der Einschulung. Das Eigengewicht der Schultasche sollte anderthalb Kilo nicht übersteigen, mit Büchern und Heften darf der Ranzen nicht mehr wiegen als zehn Prozent des Körpergewichtes des Kindes. Auch sollten Eltern darauf achten, dass die Schultasche mindestens mit der Schulterhöhe des Kindes abschließt, eng am Körper getragen wird und ausreichend reflektierende Flächen besitzt. Ratsam sind Ranzen nach der Norm DIN 58124 sowie mit einem GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) oder einem TÜV-Siegel.

Zu Füllern, Stiften und Heften geben die Lehrer meist hilfreiche Tipps. Bedacht werden sollte allerdings, dass es sich in Heften und auf Blöcken aus Umweltschutzpapier ebenso gut schreiben lässt, wie auf schneeweißen Blättern. Umweltfreundlich kann auch das Pausenbrot verpackt werden. Stullendosen sind sinnvoller als Brotpapier und auch Getränke lassen sich in verschließbaren Trinkbechern gut transportieren. Für alle Schüler, egal ob Abc-Schützen oder Abiturienten: die Ernährung sollte gesund und ausgeglichen sein. Überzuckerte Getränke und Süßigkeiten gehören nicht in die Brotdosen.

Ganz andere Fragen, als die nach dem Transport der Pausenbrote stellen sich Eltern, deren Kinder keine schulischen Glanzleistungen vollbringen. Bei der Entscheidung für Nachhilfestunden sollten die Anbieter genau unter die Lupe genommen werden. "Die großen Nachhilfeanbieter haben sicher gute Angebote, aber die kleinen Institute sind oft persönlicher", sagt Werner Kinzinger von der Aktion Bündnisinformation (ABI), einer überregionalen Verbraucherschutzorganisation in Bildungsfragen.

Bei den großen Instituten könne man oft nur Verträge zwischen sechs und zehn Monaten abschließen. "Wenn man aber mit der Nachhilfe nicht zufrieden ist oder die Kinder sie nicht mehr brauchen, kommt man nur schwer aus dem Vertrag heraus", kritisiert Kinzinger. Er rät, Klauseln zur Kündigung in den Vertrag aufzunehmen und einen Probemonat auszuhandeln.

Damit bei aller Lernerei der Durchblick im Schulalltag nicht verloren geht, bietet der Münchener Verlag Rieter & Klingberg GbR das "Schüler Hausaufgabenheft 99/ 2000" an. Neben Stundenplänen, einem Kalendarium, Zeichnungen und witzigen Sprüchen findet der gelangweilte Schüler zudem Spiele wie "Vier gewinnt" in dem sogenannten "Häfft". Es ist für vier Mark in Schreibwarengeschäften zu haben.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben