Berlin : Tod des SEK-Manns: Urteil verzögert sich Gericht will weiteren Zeugen hören

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Der Prozess um den Todesschuss auf den Berliner SEKBeamten Roland Krüger zieht sich weiter in die Länge. Das Landgericht gab gestern bekannt, dass am 5. Januar ein weiterer Polizist als Zeuge vernommen werden soll. Hintergrund ist einer der zahlreichen Anträge der Verteidigung des 34-jährigen Yassin Ali-K. Der Anwalt geht von einer Notwehrsituation aus und will Freispruch vom Vorwurf des Totschlags beantragen. Der Prozess war ursprünglich auf drei Tage terminiert, läuft jetzt aber schon drei Monate. Ob der Beamte der letzte Zeuge sein wird, ist offen.

Der Libanese Ali-K. hatte zu Beginn der Verhandlung die Schüsse eingeräumt. Allerdings will er nicht erkannt haben, dass es sich um Polizisten handelte. Er sei von einem Überfall einer verfeindeten Großfamilie ausgegangen und habe in Todesangst blind gefeuert, sagte der Angeklagte. Ein SEK-Trupp hatte am 23. April dieses Jahres die Wohnung in Neukölln gestürmt, um den Libanesen wegen einer Messerstecherei festzunehmen. K.G.

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