Berlin : Tod eines Unfallhelfers

57-Jähriger brach auf der Stadtautobahn zusammen

-

Der 57jährige Mann war der Erste an der Unfallstelle auf der Stadtautobahn, der helfen wollte. Doch die Aufregung war zu viel für ihn, der Helfer aus dem Kreis Oberhavel brach zusammen und starb wenige Minuten später.

Der Verkehrsunfall ereignete sich gegen 7.45 Uhr auf der Stadtautobahn. Ein Autofahrer hatte zwischen Ruppiner Chaussee und Waidmannsluster Damm stadteinwärts zu spät bemerkt, dass vor ihm ein Motorradfahrer abbremste, weil der Verkehr langsamer floss. Der 30-jährige Mazda-Fahrer fuhr auf den 37-jährigen Yamaha-Fahrer auf. Der Motorradfahrer stürzte und verletzte sich dabei an der rechten Schulter.

Der 57-Jährige, der mit seiner Ehefrau direkt dahinter fuhr, hielt sofort an, um Erste Hilfe zu leisten. Doch plötzlich brach er neben dem verletzten Motorradfahrer zusammen. Eine Ärztin, die zufällig auf der Gegenfahrbahn unterwegs war, kletterte über die Leitplanke und versuchte, den Mann wiederzubeleben. Inzwischen war der Notarztwagen alarmiert. Doch für den Mann kam jede Hilfe zu spät – er starb gegen 8.25 Uhr im Notarztwagen. Die Polizei vermutet, dass das Opfer einen Herzinfarkt erlitt.

Dass Helfer am Unfallort selbst zum Opfer werden, „kommt immer mal wieder vor“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Er rät: „Zuerst sollte immer der Notruf 112 verständigt werden. Ob ein Beteiligter dann noch hilft, muss jeder selbst entscheiden. Die eigene Gesundheit geht vor.“

Der verletzte Motorradfahrer wurde ambulant im Krankenhaus behandelt und ist am Mittag wieder entlassen worden. Durch den Unfall war der morgendliche Berufsverkehr erheblich beeinträchtigt. Die Stadtautobahn war in der Zeit von 7.45 Uhr bis 8.35 Uhr in beiden Richtungen voll gesperrt, hieß es bei der Polizei. tabu

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar