Tod eines Zuhälters : Mordverdacht: Achteinhalb Jahre für Callboys gefordert

Gegen die beiden Callboys, die ihren Zuhälter umgebracht haben sollen, forderte die Staatsanwältin je achteinhalb Jahre Jugendstrafe wegen Mordes. Sie widersprach der Schilderung, die beiden Angeklagten hätten sklavenartig leben müssen.

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Gegen die beiden Callboys, die ihren Zuhälter umgebracht haben sollen, forderte die Staatsanwältin je achteinhalb Jahre Jugendstrafe wegen Mordes. „Er war ein übler Zeitgenosse, aber das rechtfertigt nicht seine Tötung“, sagte die Anklägerin am Montag. Die 19- und 20-Jährigen hätten sich entgegen ihrer Version nicht in einer ausweglosen Zwangslage befunden. Dass die beiden Litauer durch ihren 37-jährigen Landsmann in einer Wohnung in Tempelhof sklavenartig gehalten wurden, habe sich nicht bestätigt. Die Verteidiger plädierten auf Totschlag. Das Urteil soll am Montag verkündet werden.

Jokubas S. und Sergejus A. hatten den Zuhälter am 2. November 2011 in seiner Wohnung angegriffen. Renaldas D. habe arglos auf dem Bett gelegen, als sie ihn fesselten, sagte die Staatsanwältin. Sergejus A. hatte ihm ein Kissen auf das Gesicht gedrückt und erstickt. Die Angeklagten hatten erklärt, es sei der einzige Ausweg gewesen, um dem Tyrannen zu entkommen. Er habe sie erniedrigt und sexuell ausgebeutet.

Auch aus Sicht der Anklägerin wurden sie ausgenutzt. Sie hätten sich aber bewusst in die Hände von D. begeben, seien nicht eingesperrt gewesen und hätten gehen können.

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