Tod in der Kälte : 87-jähriger Mann lag neben Gleisen der Industriebahn

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Erneut ist ein alter Mann in Berlin tot in einem Gebüsch entdeckt worden: Ein Spaziergänger machte den grausigen Fund am Donnerstagmorgen in der Allee der Kosmonauten in Marzahn. Der Tote lag neben den Gleisen der Industriebahn. Laut Polizei gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden. Wie der 87-Jährige zu Tode kam, muss eine Obduktion klären. Der Rentner soll schon länger dort gelegen haben. Nicht ausgeschlossen werde, dass er verwirrt war, sich verlaufen hatte und dort an einer schon vorhandenen Erkrankung starb, sagte ein Ermittler. Laut Zeugen soll der Mann in einer Tagespflege untergebracht gewesen sein.

Erst am Montag vergangener Woche waren zwei alte Menschen tot in der Eiseskälte aufgefunden worden: Eine 86-Jährige starb auf dem Gelände des Zehlendorfer Pflegeheims, in dem sie lebte. Beim nächtlichen Rundgang wurde sie nicht angetroffen. Erst suchten Pfleger und später die Polizei Haus und Umgebung ab – bis eine Mitarbeiterin die Tote am Morgen fand. Die Leiche lag neben einem nicht verschlossenen Seiteneingang zu einer Beratungsstelle der Einrichtung. In Moabit lag ein 73-Jähriger leblos im Gebüsch einer Wohnsiedlung der Stadtmission. Eine Anwohnerin fand den Toten.

Beide Rentner waren offenbar erfroren, doch auch in diesen Fällen kann nur die Obduktion Aufschluss über die Todesursache geben. Die Ergebnisse werden erst in den nächsten Tagen erwartet.

Auch bei dem Toten, der am Mittwoch in einem S-Bahntunnel am Potsdamer Platz gefunden wurde, handelt es sich laut Polizei mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Obdachlosen. Die Todesursache ist weiter nicht bekannt, da die Obduktion noch nicht abgeschlossen ist.

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