Tödliche Hirnhautentzündung : Gesundheitsverwaltung schaltet Krisentelefon

Aufgrund des plötzlichen Todes einer Berlin-Besucherin aus der Schweiz an einer Hirnhautentzündung hat die Gesundheitsverwaltung eine Hotline eingerichtet. Die Behörden suchen weitere Personen, die mit der Schülerin Kontakt hatten.

BerlinNachdem eine Schweizer Schülerin am Montag in einem Berliner Krankenhaus an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis gestorben ist, sucht die Senatsgesundheitsverwaltung nun nach Personen, die mit der 18-Jährigen Kontakt hatten. Da die Übertragung der Bakterien durch Tröpfcheninfektion beziehungsweise engen Kontakt wie zum Beispiel Anniesen oder Anhusten erfolgt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Personen angesteckt haben könnten.

Die Gesundheitsbehörden suchen darum eine Geographiestudentin namens "Mia", die in der Nacht von 12. auf dem 13. Oktober mit dem Nachtzug von Zürich nach Berlin reiste und im gleichen Abteil saß wie die Schweizerin. Außerdem sollten sich die Personen beim nächsten Gesundheitsamt melden, die am am Abend des 15. und 17. Oktober im "Matrix-Club Berlin" am Warschauer Platz 18 mit der Schülerin in engem körperlichen Kontakt standen. Sollten bereits Krankheitssymptome, insbesondere schweres Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, Fieber, Nackensteife, aufgetreten sein, werden diese Personen aufgefordert, die nächste Notaufnahme oder den ärztlichen Notdienst aufzusuchen.

Für Rückfragen der betroffenen Personengruppe ist das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg seit zehn Uhr unter der Nummer 030/9028-2828 erreichbar. Eine Ansteckungsgefahr an den genannten Orten, dem Hotel oder anderen Stellen, besteht nicht. Die Gesundheitsbehörden konnten daneben nahezu alle Menschen ermitteln, die mit der Patientin in engen Kontakt kamen. Dazu zählten vor allem die Mitschüler, Betreuungspersonen, andere Reisegruppen des Hotels und das medizinische Personal. Diese wurden mit Verhaltensmaßregeln und vorbeugenden Medikamenten versorgt. (imo)

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