• TÖDLICHE STICHE Die Politik berät, die Attacken gehen weiter: Gesetz für Messer-Verbot noch nicht fertig

TÖDLICHE STICHE Die Politik berät, die Attacken gehen weiter : Gesetz für Messer-Verbot noch nicht fertig

Die geplante Verschärfung des Waffenrechts kommt nicht voran. Innensenator Ehrhart Körting sagte gestern im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses, dass die angekündigte Gesetzesnovelle des Bundes noch lange nicht fertig sei. Wie berichtet, will Berlin bei der sich dann anschließenden Diskussion um die Gesetzesänderung einen Antrag einbringen, nach dem das „Mitführen gefährlicher Gegenstände“ verboten werden soll. Die Abgrenzung, welche Messer und anderen Gegenstände unter dieses Verbot fallen sollen, sei „ungeheuer schwierig“, sagte Körting. „Wir wollen die große Lösung“, betonte Körting. Bald soll es dazu eine Beratung mit Experten geben. Der SPD-Senator plädierte dafür, dass ein Verbot berlinweit gelten solle. Der Plan Hamburgs, Messer nur in bestimmten Kiezen zu verbieten, sei nicht praktikabel. Körting betonte, es gehe nicht um ein „Verbot Schweizer Taschenmesser“, sondern um diejenigen Messer, die bei Jugendlichen und Heranwachsenden modern seien, die aber bislang nicht unter das Waffenrecht fallen. Körting berichtete, dass er ein Protestschreiben der Waffenlobby erhalten habe, die das „übliche Entsetzen“ geäußert habe. Die SPD-Fraktion forderte, den Handel mit Messern zu erschweren. Kinder würden durch Schaufensterauslagen geradezu animiert. Der grüne Abgeordnete Volker Ratzmann möchte die jährliche Waffenmesse in Berlin verbieten. Zudem seien in Berlin strengere Gesetze als in anderen Bundesländern sinnvoll. „In Berlin gibt es keine Jäger und Bauern“, die Messer mit längeren Klingen benötigten. Der FDP-Abgeordnete Björn Jotzo erinnerte daran, dass auch Konditoren mit langen Klingen arbeiteten. Ha

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben