Berlin : Tödlicher Sprung aus dem Fenster – und in ein anderes Land

Russischer Botschaftsangehöriger stürzte sich aus Wohnung, die zu Russland gehört und prallte auf in Berlin, wo die Polizei ermittelt

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Ein russischer Wachmann hat sich am Montagmorgen um 2.40 Uhr von einem Balkon im 6. Stock eines Gebäudes nahe der russischen Botschaft gestürzt. „Es sieht nach Selbstmord aus“, sagte Botschaftssprecher Michail Grabar. Ein Wachschützer der Berliner Polizei hatte den Schwerverletzten gefunden und sofort den Notarzt alarmiert. Der Mann ist schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, wo er drei Stunden später starb. Der Botschaftsangehörige, ein 48-jähriger Wachmann, hatte in einer Wohnung in der Behrenstraße in Mitte gelebt, die zur Botschaft gehört und damit in russische Zuständigkeit fällt. Für die Straße, in der er aufschlug, ist dagegen das Land Berlin zuständig. Deswegen ermittelte auch die Berliner Kriminalpolizei. Da die Botschaft exterritoriales Gebiet ist, geschieht dies in enger Abstimmung mit russischen Behörden, teilte die Berliner Polizei am Abend mit.

Der russische Botschaftssprecher sagte, dass der Wachmann – Vater von zwei erwachsenen Kindern – keinen Alkohol im Blut gehabt haben soll. „Er war seit einiger Zeit alleine, weil seine Frau zum Sohn nach Moskau gefahren ist. Der Junge beginnt dort sein Studium an der Hochschule“, sagte Grabar. Vielleicht fühlte der Diplomat sich zu einsam. Erste Untersuchungen ergaben, dass sich keine fremde Person in den Räumen aufgehalten hat. Genau lässt sich der Fall wohl nicht mehr klären. tabu

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