Tödlicher Unfall mit Mercedes : Schon 29 Verkehrstote in Berlin seit Jahresbeginn

Ein 22-Jähriger starb bei einem Verkehrsunfall in der Nacht zu Sonnabend am Steuer eines Mercedes. Schon jetzt ist absehbar, dass es in diesem Jahr deutlich mehr Verkehrstote in Berlin geben wird als 2013.

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Ein Polizeiwagen im Einsatz. (Symbolbild) Foto: dpa/Archiv
Ein Polizeiwagen im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Wieder ist ein Mensch im Berliner Straßenverkehr tödlich verunglückt. Kurz vor Mitternacht kam Sonnabend Am Juliusturm in Haselhorst ein Mercedes-Kombi nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach ein Schutzgitter und rutsche die Böschung hinab. Der 22-jährige Fahrer starb noch an der Unfallstelle. Seine 21, 23 und 24 Jahre alten Mitfahrer wurden leicht verletzt. Die Ursache des Unfalls ist laut Polizei noch völlig unklar. Wenn der Crash als Ursache für den Tod des Fahrers bestätigt wird, wäre der Mann bereits der 29. Verkehrstote in Berlin seit Jahresbeginn. Offiziell sind laut Polizei bisher 26 Opfer bestätigt. Allerdings war erst am Freitagnachmittag ein 49-Jähriger gestorben, nachdem ihn ein Lastwagen-Fahrer auf der Lindauer Allee offenbar beim Spurwechsel übersehen hatte. Und am 16. Juli starb eine 77-jährige Radfahrerin im Krankenhaus, die tags zuvor auf ein anderes Fahrrad aufgefahren war und Stunden später zu Hause das Bewusstsein verloren hatte.

Angesichts dieser Zwischenbilanz ist das Allzeittief des vergangenen Jahres kaum noch zu erreichen: Im gesamten Jahr 2013 wurden 37 Menschen im Berliner Straßenverkehr getötet, so wenige wie seit vielen Jahrzehnten nicht. 23 der Opfer waren als Radfahrer oder Fußgänger unterwegs; in diesem Jahr waren es bisher 19. Außerdem setzt sich der seit Jahren auffällige Trend fort, dass vor allem Senioren schwer verunglücken. Die Entwicklung in Berlin ähnelt der bundesweiten: In den ersten fünf Monaten dieses Jahres verloren 1233 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben, neun Prozent mehr als von Januar bis Mai 2013. Die Zahl der Verletzten stieg um 13,1 Prozent auf rund 147 200. Als mögliche Gründe gelten laut Polizei sowohl der milde Winter als auch zunehmende Ablenkung durch Elektronik.

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