Toleranz : Wowereit hisst Regenbogenfahne vor Amtssitz

Berlins Regierungschef Klaus Wowereit (Archivbild) hat vor seinem Amtssitz, dem Roten Rathaus, eine Regenbogenfahne gehisst. "Das ist ein Zeichen für Toleranz, gegen Ausgrenzung und Diskriminierung", sagte Wowereit.

Berlin - Dieses Zeichen sei notwendig, da es auch in Berlin heute noch Diskriminierung am Arbeitsplatz, in der Schule oder im öffentlichen Leben gebe. "Dagegen muss man sich wehren und Flagge zeigen."

Die Regenbogenfahne als Symbol der Homosexuellen-Bewegung soll in diesem Jahr im Vorfeld der CSD-Parade am 22. Juli außer in Reinickendorf in allen Bezirken gehisst werden. Wowereit nannte die Weigerung Reinickendorfs "falsch". Es sei bedauerlich, dass sich dieser Bezirk noch weigere. Hier sei "noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten".

Die Reinickendorfer Bezirksbürgermeisterin Marlies Wanjura (CDU) wies darauf hin, dass sich der Bezirk schon vor Jahren entschieden habe, keine Ausnahmen bei der Beflaggung zuzulassen. Es würden nur hoheitliche Flaggen aufgezogen. Sie habe "kein schlechtes Gewissen", sagte Wanjura, Reinickendorf sei ein "ganz liberaler Bezirk".

Der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), Alexander Zinn, sagte, 1996 seien auf Vorschlag seines Verbandes erstmals in drei Berliner Bezirken Regenbogenflaggen gehisst worden. Heute sei es eine "gute Tradition". Mit den Regenbogenfahnen setzten Senat und Bezirke "ein nicht zu übersehendes Zeichen für die gesellschaftliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen". (tso/ddp)

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