Berlin : Topographie-Bau ohne Zumthor? Alternative nicht ausgeschlossen

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Der Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde, Moishe Waks, fordert eine schnelle bauliche Lösung für die Topographie des Terrors. Ein Provisorium dürfe nicht von vornherein abgelehnt werden. Der inhaltliche Auftrag der Gedenkstätte am ehemaligen Sitz von Gestapo und Reichssicherheitshauptamt dürfe nicht an der Umsetzung der Architektur scheitern. Der aktuelle Antisemitismus-Streit zwischen der FDP und dem Zentralrat der Juden zeige, „dass wir mit dieser Vergangenheit noch lange nicht fertig sind“. Orte, an denen der Naziterror dokumentiert wird, seien jetzt besonders wichtig. Wie berichtet, ist die Fertigstellung des Topographie-Baus gegenüber dem Abgeordnetenhaus gefährdet, nachdem die Betonfirma Insolvenz angemeldet hat. Bausenator Strieder will den Auftrag neu ausschreiben, aber auf keinen Fall die veranschlagte Bausumme von 38,8 Millionen Euro überschreiten. Das könnte bedeuten, dass der filigrane Entwurf des Schweizer Architekten Peter Zumthor nicht verwirklicht, sondern lediglich ein Provisorium für die Gedenkstätte gebaut wird. Aus der Stiftung Topographie des Terrors hieß es gestern, dass dort bereits über den Abschied vom Zumthor-Bau nachgedacht werde. Nach einer Bauzeit von fünf Jahren wolle man endlich ein Ergebnis sehen. -ry

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