Berlin : Topographie des Terrors: Der Ort des Schreckens

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Auf dem Gelände der Stiftung "Topographie des Terrors" an der Niederkirchnerstraße (hinter dem Martin-Gropius-Bau), dem ehemaligen "Prinz-Albrecht-Gelände", befanden sich zwischen 1933 und 1945 die zentralen Institutionen des NS-Verfolgungsapparates: Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt. Nach 1945 fielen das Gelände und seine Geschichte in Vergessenheit. Erst 1987, im Rahmen der 750-Jahr-Feier Berlins, wurde in einer provisorischen Ausstellung die Geschichte des Ortes dokumentiert. Diese Ausstellung stieß in der Bevölkerung auf so viel Resonanz, dass sie zunächst auf unbestimmte Zeit verlängert wurde. Die "Topographie des Terrors" wurde 1992 als eine zunächst unselbstständige Stiftung gegründet, zu je 50 Prozent von Bund und Berlin gefördert. Seit Mai 1995 arbeitet sie als eine selbstständige Stiftung, die Eigentümerin des Geländes an der Niederkirchnerstraße ist.

Den 1992 ausgeschriebenen Bauwettbewerb für das geplante Dokumentations- und Begegnungszentrum gewann der Schweizer Architekt Peter Zumthor. Sein Entwurf sieht eine abstrakte Gebäudehülle als "reine Struktur" vor, die aus einem Balken-Tragwerk besteht. Glas soll die Zwischenräume füllen und so eine Beziehung zwischen Besuchern und Gelände herstellen.

Mit einem Festakt im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses wurde am 8. Mai 1995 der Baubeginn vollzogen. Die damals bewilligte Bausumme betrug 36 Millionen Mark. Das Dokumentationszentrum sollte bis Ende 2000 fertiggestellt sein.

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