Berlin : Tor bleibt für Taxis und Busse dicht Strieder hat sich entschieden

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Auch für Busse und Taxis soll das Brandenburger Tor dauerhaft dicht bleiben. Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) sagte am Dienstag, er erwarte eine schnelle Senatsentscheidung für eine dauerhafte vollständige Schließung. Sollte sie bis zum 16. Oktober – dem Zeitpunkt, an dem die Arbeiten an der Kreuzung Wilhelmstraße/ Unter den Linden beendet sind – nicht vorliegen, werde er das Tor dennoch nicht öffnen, um es dann wenig später wieder zu schließen. Er wolle noch mit der BVG reden und die „Verkehrsfrequenz“ von Bussen und Taxen in den Umgebungsstraßen beobachten lassen. Schon die Sperrungen der letzten Wochen und Monate hätten gezeigt, „dass man die Durchfahrt nicht braucht“ und der Platz ohne Durchgangsverkehr lebendiger werde. Eine Vollsperrung des Tores, die von der Opposition abgelehnt wird, ist auch unter den Sozialdemokraten umstritten. „Strieder ist gut beraten, es bei der bisherigen Lösung für Busse und Taxis zu belassen“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der SPD, Christian Gaebler. Bei einer Vollsperrung sieht er Nachteile für die Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln. „Es gibt sachliche Argumente für die Bus- und Taxilösung“, ergänzte der Verkehrsexperte gegenüber dpa. Die Bauarbeiten am Holocaust-Mahnmal oder an der Straßenbahn in der Leipziger Straße würden den Verkehr bald stark beeinträchtigen. „Ich bin dafür, die Öffnung des Tores für Busse und Taxis zu beobachten“. Wolfgang Wruck, Chef der Taxi-Innung, hofft, dass Strieder die Totalsperrung überdenkt. Die Taxis stünden sowieso auf dem Pariser Platz, und der sei mit den wenigen Cafés, Banken und Botschaften „kein Ort, wo groß flaniert wird“.C. v. L.

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