Berlin : Tore im Tiergarten

Fanmeile zum Pokalfinale öffnet um 10 Uhr – mit Riesenrad und Leinwänden

Die ersten Neugierigen flanierten schon am Tag vor dem Fußballfest über die Fanmeile im Tiergarten. Dort, wo Hunderttausende den Sommer während der Fußball-WM 2006 verbracht haben und in der Nachmittagshitze mächtig ins Schwitzen kamen, nieselte es gestern zwar, heute soll es bei bis zu elf Grad immerhin trocken bleiben. Am Abend, um 20 Uhr, wird dort das DFB-Pokalfinale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund auf drei Leinwänden übertragen. Zuvor wird das Endspiel der Frauen um 16.30 Uhr gezeigt. Dann spielt der 1. FFC Frankfurt gegen den 1. FC Saarbrücken.

Die Meile wird um 10 Uhr auf der Straße des 17. Juni geöffnet. Es spielen Bands, auch DJs werden auflegen. Der Eintritt ist frei. Die Fanmeile ist abgezäunt. Glasflaschen dürfen nicht mitgenommen werden – wohl aber solche aus Plastik.

Die Buden stehen bereits, auch das Riesenrad, das es auf stattliche 40 Meter Höhe bringt, haben die Arbeiter auf der Fanmeile aufgebaut. Wie im Vorjahr ist der Streckenabschnitt zwischen Yitzhak-Rabin-Straße – ehemals Entlastungsstraße – und dem Brandenburger Tor gesperrt. Gesperrt ist auch die Ebertstraße zwischen Behrenstraße und Scheidemannstraße. Ab Montag dürfen dort wieder Autos fahren.

Im vergangenen Jahr dauerte das Fanfest drei Tage lang. Damals kamen, so die Veranstalter, mehr als 300 000 Menschen. Wie viele Fans in diesem Jahr kommen, ist schwer vorauszusagen: Die Fanmeile gibt es zwar nur einen Tag – das Pokalfinale aber zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund ist spektakulärer als das zwischen Stuttgart und Nürnberg im Vorjahr.

Aufgrund des drohenden BVG-Streiks wird empfohlen, die S-Bahnhöfe Unter den Linden oder den Hauptbahnhof zu benutzen. Auf der Stadtbahn setzt die S-Bahn aufgrund des DFB-Pokalfinales im Olympiastadion eh mehr Züge ein: Vor und nach den Endspielen sollen die Bahnen dabei alle vier Minuten fahren. Technisch wäre auch ein 90-Sekunden-Takt möglich, doch wenn viele Menschen an den Bahnhöfen ein- und aussteigen, stehen die Züge dort so lange, dass ein sehr dichter Zugabstand nicht möglich sei, wie ein Sprecher sagte. Auf der Ringbahn will die S-Bahn Züge mit acht statt mit sechs Wagen fahren lassen, und auf dem südlichen Abschnitt ist ein Fünf-Minuten-Takt vorgesehen. Auf dem Nordring bleibt es beim Zehn-Minuten-Verkehr. 30 000 Fahrgäste kann die S-Bahn so in einer Stunde an ihr Ziel bringen. AG/kt

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