Berlin : Torhäuser: Hürde für Neubauten am Monbijoupark in Mitte beseitigt

tob

Die Pläne für den Neubau der Torhäuser am Monbijoupark an der Oranienburger Straße sind einen Schritt weiter: Am Donnerstag stimmte die Mehrheit der Bezirksverordneten einer Vorlage zu, wonach das Projekt Planreife erlangt. Der Investor Capital Treuhand GmbH (CTI) kann nun einen Bauantrag stellen. CTI-Gesellschafter Mathias Kühne hofft, dass die Arbeiten im nächsten Jahr beginnen können.

Harsche Kritik an den Plänen kam von der Fraktion der Bündnisgrünen, die gegen die Vorlage stimmte. "Die BVV ignoriert weiterhin Bürgerinteressen", sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Ursula Thierfelder. Die Grünen fürchten, dass durch den Bau der Torhäuser weitere Grünflächen vernichtet werden. Zudem stören sie sich an der geplanten Nutzung als Kneipe und Galerie. Davon gebe es in der Spandauer Vorstadt schon genug.

Die historischen und nach dem Krieg abgerissenen Torhäuser bildeten seit dem 18. Jahrhundert die Einfahrt zu einem Schlösschen im Monbijoupark, das Friedrich I. errichten ließ. Die von CTI geplanten Häuser werden nach Angaben des Architekten Michael Kny keine Kopien des historischen Vorbilds sein, sondern ein zeitgenössisches Aussehen haben. Sie sollen den Monbijoupark und den Monbijouplatz wieder deutlich voneinander abgrenzen. Für die neuen Torhäuser existieren derzeit nur Studien. CTI will das Archtitekturbüro Kny & Weber in den nächsten Tagen mit der Planung beauftragen. Das Unternehmen hatte sich gegenüber dem Bezirk verpflichten müssen, den Platz neu zu gestalten. Dies war eine Bedingung für den Kauf eines begehrten Baugrundstücks am Parkrand. Zusätzlich zur Kaufsumme stellt CTI 3,7 Millionen Mark für den Park zur Verfügung. Etwa 2,5 Millionen Mark sind nach Angaben von Mittes Baustadtrat Thomas Flierl (PDS) bereits in die Sanierung des Monbijou-Kinderbades geflossen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben