Berlin : Toter Mann saß in der S-Bahn

Ein 59-jähriger Pole ist am Dienstag früh tot in einem S-Bahn-Waggon am Bahnhof Alexanderplatz gefunden worden. Fahrgäste, die ebenfalls in dem Zug der Linie S 75 in Richtung Spandau waren, hatten gegen 4.50 Uhr bemerkt, dass der Mann leblos auf seiner Sitzbank saß. Sie alarmierten die Feuerwehr. Einer der Zeugen betätigte die Notbremse, so dass der am S-Bahnhof Alexanderplatz auf Gleis 4 einrollende Zug dort zum Stehen kam. Ein Notarzt versuchte noch, den Mann wiederzubeleben. Um 5.14 Uhr stellte er den Tod des Mannes fest.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 59-Jährige eines natürlichen Todes gestorben sein. Genaueres konnte die Polizei gestern noch nicht sagen. Eine Obduktion werde Details klären, hieß es. Der Mann soll auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle gewesen sein. Nach Angaben der Bundespolizei sei der Zug der Linie S 75 um 4.06 Uhr in Wartenberg gestartet. Der Zugführer habe bei der Polizei ausgesagt, dass die Bahn zu dem Zeitpunkt leer war. Der 59-Jährige muss also später zugestiegen sein.

Durch den Notarzt- und Polizeieinsatz gab es für rund eineinhalb Stunden Einschränkungen im morgendlichen S-Bahnverkehr. Andere S-Bahn-Linien, die über den Bahnhof Alexanderplatz führten, waren teilweise ausgefallen, sagte ein Bahnsprecher gestern. Mehrere Züge mussten umgeleitet werden. Der Zug der Linie S75 wurde um 6.35 Uhr wieder freigegeben. Danach fuhren die Bahnen wieder planmäßig. tabu

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