Berlin : Totes Baby am Müggelturm gefunden

Spaziergänger haben gestern Mittag in einem Waldstück in Köpenick die Leiche eines Säuglings gefunden. Sie war in einen Rucksack gesteckt worden und lag etwa zehn Meter entfernt von der „Straße zum Müggelturm“ im Gebüsch. Der Fundort liegt etwa 250 Meter vom belebten Müggelheimer Damm entfernt. Die kleine Straße zum Müggelturm wird dagegen kaum befahren. Hinweise auf die Mutter gibt es bislang nicht. Die 2. Mordkommission des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei sucht Hinweise zu Müttern, die bis vor kurzem schwanger waren, aber kein Baby haben.

Spaziergängern war mittags ein Müllhaufen am Waldrand aufgefallen, in dem sie dann den Rucksack mit dem toten Kind fanden. Intensiv suchten Spezialisten bis nachmittags nach Spuren. Angaben zum Alter und Geschlecht des Kindes machte die Polizei nicht. Denn der Rucksack wurde so, wie er gefunden worden war, direkt zur Gerichtsmedizin gebracht. Dort sollten zunächst weitere Spuren gesichert und die Leiche dann obduziert werden. Ärzte sollen unter anderem feststellen, ob das Kind schon tot zur Welt kam oder getötet wurde.

In den vergangenen Jahren hatte es in Berlin wenige Fälle gegeben, in denen Mütter ihre getöteten Kinder in der Öffentlichkeit abgelegt hatten. Der gestrige Fund erinnert an einen Fall von 2003, als eine Babyleiche in einem Neuköllner Gebüsch gefunden wurde. Die Mutter konnte erst 2007 in Bulgarien festgenommen werden. Sie wurde im Dezember zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Ha

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