Berlin : Tradition und bunte Vögel - Zum 50-jährigen Jubiläum

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Der 50. Geburtstag des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin ist genau genommen ein Wiedergeburts-Tag. Denn der Verband bestand als "Vereinigung der freien privaten gemeinnützigen Wohlfahrtseinrichtungen" schon einmal bis 1933. Nichtkonfessionelle und politisch unabhängige Krankenhäuser und sozialen Vereine , die nicht unter das Dach von Caritas, Diakonie oder Arbeiterwohlfahrt passten, gründeten den Paritätischen Wohlfahrtsverband am 23. Mai 1950 neu. Gründungsmitglieder, die heute noch dabei sind, waren unter anderem die Orthopädie-Klinik Oskar-Helene-Heim, das Nachbarschaftsheim Schöneberg und das Blindenhilfswerk. Initiiert hat die Wiedergründung eine große alte Dame der Berliner Fürsorge, Stefanie Hirt. Die 1890 geborene Wohlfahrtspflegerin prägte den Nachkriegsverband 20 Jahre lang. Sie habe einen "sehr traditionellen Fürsorgegedanken" verteidigt, sagt Verbandssprecherin Elfi Witten. So wurde die Selbsthilfeorganisation der Kriegsblinden 1952 aus dem Verband ausgeschlossen, weil sie nichts für die allgemeine Fürsorge täte. Anfang der 70er Jahre öffnete sich der Verband für Studentenkitas, für die "neue soziale Bewegung" mit Lesben- und Schwulenvereinen. Das schillernde Spektrum von den Gründungsmitgliedern bis zu bunten Vögeln wie der UFA-Fabrik und Multi-Kulti-Tanzgruppen stellt sich am heutigen Sonnabend von 13.30 bis 24 Uhr mit einem Jubiläumsfestival im Haus der Kulturen der Welt (John-Foster-Dulles-Allee 10, Tiergarten) vor. Im Foyer informieren Fachgruppen des Verbandes über ihre Arbeit und die Vereine.Mehr zum Thema unter www.paritaet-berlin.de

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