Tragödie in Hermsdorf : Drogen-Arzt könnte Kinder verlieren

Der Arzt, bei dessen Gruppentherapie am Wochenende in Hermsdorf zwei Menschen ums Leben kamen, muss damit rechnen, dass seine vier Kinder in die Obhut des Jugendamtes genommen werden.

Der Arzt, bei dessen Gruppentherapie in Hermsdorf zwei Menschen ums Leben kamen, muss damit rechnen, dass seine vier Kinder in die Obhut des Jugendamtes genommen werden. Nach Tagesspiegel-Informationen lässt die Polizei prüfen, ob die minderjährigen Kinder aus der Familie des Arztes und Psychotherapeuten Garri R. (50) genommen werden.

„Es ist zu bezweifeln, ob ein Umfeld, in dem Drogen und freie Liebe befürwortet werden, das Richtige ist für sie“, sagte ein Beamter. Die Ehefrau des Arztes, der in Untersuchungshaft sitzt, gelte derzeit nicht als Beschuldigte. Das Haus, in dem sich auch die Praxis befindet, war wegen der Spurensuche am Dienstag noch versiegelt. Die Kinder seien so lange bei Verwandten untergekommen. Garri R. mache derzeit keine Aussagen mehr.

Wie berichtet, war es am Sonnabend bei einer Gruppensitzung mit zwölf Patienten in der Hermsdorfer Praxis zur Tragödie gekommen: Nachdem der Arzt während der „psycholytischen Therapie“ den Patienten einen Drogenmix verabreicht hatte, starben ein 28- und ein 59-Jähriger Mann an den Folgen. Ein weiterer liegt noch im Koma. Die anderen neun werden nun von den Ermittlern befragt, ebenso wie frühere Patienten des Arztes und Therapeuten. Er soll einen Mix mehrerer Substanzen – darunter auch Amphetamine, die sich in Ecstasy finden – verabreicht haben. Heroin soll nicht verwendet worden sein. tabu

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