Transporthilfe : Mitfahrzentralen mangelt es an Angeboten

Die Mitfahrzentralen sollten eigentlich vom Streik im öffentlichen Nahverkehr profitieren, denn tausende Pendler müssen zur Arbeit, Schule oder in die Uni. Dummerweise bieten nicht genügend Personen mit Auto Mitfahrgelegenheiten an.

Die Ersten riefen schon vor Tagen an. „Wir haben immens viele Anfragen erhalten“, sagte Michael Gruhl von der Citynetz-Mitfahrzentrale Berlin. „Vor allem am Dienstag gab es viele Anrufer, die nicht wussten, wie sie zur Arbeit, Schule oder Uni kommen sollen.“ Allerdings konnte er ihnen nur selten weiterhelfen, sagte Gruhl. Bislang gebe es zu wenige Angebote von Autofahrern. „Die Pendler sollen sich melden und sagen, welche Route sie fahren, damit wir die Leute vermitteln können – gegen ein geringes Entgeld.“

Angebote gibt es auch bei Kijiji, dem regionalen Kleinanzeigen-Portal von eBay. Bei Kijiji kann man kostenlos eine Anzeige in der Rubrik „Nachbarschaft–Mitfahrgelegenheiten“ aufgeben oder selber nach einer Mitfahrgelegenheit suchen. Ein Beispiel: „Ob Kind zur Schule oder Mutter zum Shop oder gar Oma zum Arzt – für 10 Euro fahre ich euch alle in der BVG-Streikzeit“. Bei Redaktionsschluss gab es rund 200 Angebote aus allen Bezirken. Fehlanzeige dagegen bei den anderen Internet-Portalen Pendlernetz.de und Fahrgemeinschaft-Berlin. Dort fanden sich nur wenige – und teilweise monate- alte – Angebote.lwi

Ein Angebot bei der Citynetz Mitfahrzentrale kann man unter 19444 oder im Internet unter www.citynetz-mitfahrzentrale.de aufgeben. Die Plattform Kijiji findet man unter www.berlin.kijiji.de

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