Traumfabrik Berlin : Eher lernen Tiere sprechen

Andreas Conrad möchte nicht wissen, was Tiere von Menschenplänen halten.

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Als größte Traumfabrik der Welt gilt noch immer Hollywood. Das ist ein Irrtum, nehmen wir nur den gestrigen Montag. Zwei Zoos standen im Rampenlicht der Berliner Öffentlichkeit: da der Franklin Park Zoo in Boston, Drehort des märchenhaften Films „Der Zoowärter“, der seine Premiere hatte; hier der Tierpark unserer Stadt, angesichts finanzieller Schwachbrüstigkeit eher ein albtraumhaftes Unternehmen. Da ein Ort, an dem Tiere zu sprechen beginnen, um ihren traumhaften Tierpfleger nicht zu verlieren. Hier ein Zoodirektor, der Träume ersinnt, wie sie nicht mal Hollywood zuwege bringt. Von dort kommt zwar allerhand Fantastisches, das aber in der Regel nicht so tut, als habe es mit der harten Realität allzu viel zu tun oder ließe sich gar in jene verwandeln. Nicht so im Falle unseres Tierparks: Die Stadt ist nach wie vor gehalten, auf die Schuldenbremse zu treten – dennoch werden Träume ersonnen, wie sie allenfalls im alten West-Berlin möglich waren. Aber bevor die sich erfüllen, lernen wohl erst mal die Tiere sprechen.

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