Berlin : Traumherbst ade – jetzt kommt sogar Schnee

Heute wird es nochmal sonnig. Dann folgen Regen, Kälte und erste Flocken

Annette Kögel

Jetzt müssen die Berliner Abschied nehmen von blauem Himmel und Sonnenschein. Nahezu sechs Wochen lang trübte keine Wolke den Blick und die Stimmung, doch jetzt geht es bergab mit den Temperaturen. Schon am Dienstag prasseln erste Regenschauer auf die Blätter am Boden – und ab Donnerstag fallen sogar erste Schneeflocken. Am Wochenende könnte morgens sogar eine weiße Schneeschicht mal kurz die Stadt überziehen, sagt Hans-Joachim Knußmann vom Wetterdienst „MeteoXpress“.

Bereits am Sonntag sanken die Temperaturen tags auf knapp zehn Grad, heute wird es noch ein wenig kälter. „Die Nacht zu Dienstag wird sternenklar, in den Außenbezirken gibt es um die null Grad“, sagt Knußmann. Zu Beginn der Arbeitswoche werden die Berliner vielerorts Eis vom Autofenster kratzen müssen. Dienstagabend kommt der Wetterumschwung. Dann zieht Hoch „Wega“ nach Osten ab, stattdessen weht frischer Wind polaren Ursprungs eine dicke Wolkendecke hierher. Donnerstag gehen erste Schnee- und Graupelschauer nieder, Freitag wird Schneeregen erwartet. Selbst tagsüber wird es dann richtig kalt: nur noch wenige Grad über null.

Damit geht ein außergewöhnlich warmer und sonniger Herbst zu Ende. Nach Auskunft von Hans-Joachim Knußmann war der Oktober gut zwei Grad zu warm, bei den Sonnenscheinstunden gab es um die Hälfte mehr dazu, in Berlin und Umland fiel weniger Regen als sonst. Auch der November war bisher zu warm. „Der Mittelwert liegt im November bei drei bis vier Grad, und diese Temperaturen hatten wir noch nicht mal nachts.“ Nach Knußmanns Auskunft sind das Auswirkungen der heftigen Hurrikans infolge der Erderwärmung: Die Tiefs wurden anders als sonst über dem Atlantik gestoppt, so hielt sich bei uns die Wärme.

Doch nun wird’s trübe. Wetterfühlige wie Rheumapatienten könnten in den nächsten Tagen an Migräne, Kopfschmerz und Kreislaufproblemen leiden. Bei einigen Menschen werden sich nun Herbstverstimmungen einstellen, weil der Körper mangels Sonnenschein weniger vom Gute-Laune-Hormon Serotonin produziert. Dagegen hilft dann spazierengehen und sich gesund ernähren – das ist Sonne für die Seele.

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