Berlin : Treberhilfe will mit Senat neu verhandeln

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Der Rechtsstreit um Verträge zwischen Senat und Treberhilfe geht wohl in eine neue Runde. Geschäftsführer Gideon Joffe betonte gestern, die Verträge mit der Sozialverwaltung fortsetzen zu wollen: „Wir gehen davon aus, dass wir einen Anspruch auf die Verlängerung der Verträge haben“, sagte Joffe gestern auf einer Pressekonferenz. Er hoffe auf zügige Verhandlungen. Die finanzielle Lage des Trägers sei ernst. Laut Joffe belaufen sich offene Forderungen der Treberhilfe an den Senat auf fast zwei Millionen Euro.

Der Senat hatte dem Träger als Reaktion auf die „Maserati“-Affäre um Ex-Geschäftsführer Harald Ehlert alle Verträge fristlos gekündigt. Dagegen hatte die Treberhilfe im Eilverfahren geklagt und bekam vor dem Sozialgericht am Mittwoch in einem Fall nun recht. Zu weiteren fünf Verträgen äußerte sich die Richterin nicht, weil sie nach ihrer Auffassung bereits ausgelaufen waren.

Joffe kündigte an, notfalls wieder vor Gericht für die Fortdauer der Verträge zu streiten. Karin Rietz, Sprecherin der Sozialverwaltung, erteilte einer außergerichtlichen Einigung bereits eine Absage. „Das Vertrauen in die Treberhilfe ist zerstört.“ Man werde die gerichtlich angeordneten Verpflichtungen erfüllen, darüber hinaus aber nicht weiter mit der Treberhilfe zusammenarbeiten. Sidney Gennies

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