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Treptow-Köpenick : Demonstranten greifen Männer mit Flaschen an

Am Freitagabend demonstrierten 500 Menschen gegen einen rechten Szeneladen in Niederschöneweide. Die Demonstranten griffen drei der rechten Szene angehörige Männer mit Flaschen an.

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In der einen Ecke Treptow-Köpenicks zogen Linke und gegen Rechtsradikalismus engagierte Demonstranten durch die Straßen, und einen Kilometer weiter weg hielt die Polizei rechte Gegendemonstranten in sicherer Entfernung: Die Demonstration am Freitagabend gegen einen neuen rechten Szeneladen in der Brückenstraße verlief nach Auskunft von Polizeipressesprecher Klaus Schubert friedlich. Bei einer Zwischenkundgebung vor seien drei der rechten Szene angehörige Männer aufgetaucht und von einigen Demonstranten mit Flaschen angegriffen worden. Die Polizei habe diesen Versuch aber schnell beendet, sagte der Sprecher.

Ab 19 Uhr waren die Teilnehmer, die dem Aufruf zum Protestzug vom Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick gefolgt waren, am Bahnhof Schöneweide losgelaufen. An dem neuen Laden, der neben Campingartikeln und Wachschutzzubehör auch Neonazi-Devotionalien anbietet, gab es eine Zwischenkundgebung.

Ansonsten verlief diese Schubert zufolge „emotional und verbal heftig, aber friedlich“. An einer Gegendemonstration nahmen 50 Menschen teil. Der Demozug führte vom Bahnhof aus auch deswegen durch die Brückenstraße, weil sich dort die von Rechtsgerichteten häufig besuchte Szenekneipe „Zum Henker“ befindet. Der Protestzug wurde auch von den Landesverbänden der SPD, der Grünen und der Linken unterstützt.

Dabei verfolgte die Polizei die Strategie erfolgreich, beide Lager nicht aufeinandertreffen zu lassen. Zuletzt war dies bei einer Demo in Kreuzberg geschehen, es hatte Verletzte gegeben – danach war eine Debatte über die Führung des Polizeieinsatzes entbrannt. (mit dapd)

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