Treptow-Köpenick : Paddeln verboten im neuen Naturschutzgebiet

Der Senat will ein neues Naturschutzgebiet einrichten. Der Mensch als Badender oder in “Booten oder Schwimmkörpern" steht auf der Verbotsliste.

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Blick auf eine Gaststätte an der Müggelspree in Berlin-Kšpenick.
Blick auf eine Gaststätte an der Müggelspree in Berlin-Kšpenick.Foto: Thilo Rückeis

Alle zwölf Bezirke Berlins sind eine Großstadt für sich. Für jeden gibt es jetzt den wöchentlichen Newsletter „Tagesspiegel Leute“. Lesen Sie hier einen Auszug.

Im Newsletter von letzter Woche hatte die Grünen-Politikerin Andrea Gerbode noch vom Paddeln im Gosener Graben geschwärmt (“wie im Mississippi-Delta”), in dieser Woche schlagen nun Linke und Sozis Alarm: Könnte bald vorbei sein mit dem erholsamen Gleiten unter schattigen Bäumen. Der Senat will ein neues Naturschutzgebiet einrichten, die “Müggelspreeniederung Köpenick”, um Kamm-Molch, Rapfen, Mosaikjungfer, Knoblauchkröte, Fischotter, Steinbeißer und die Schmale Windelschnecke vor dem Verschwinden zu bewahren. Der Mensch als Badender oder sitzend in “Booten oder Schwimmkörpern” wird auf der Verbotsliste geführt. Eine Protestwelle seitens der Wassersportvereine blieb bislang aus. Mein Vorschlag: Ruderblätter schnappen und vor die Senatsverwaltung für Umwelt am Köllnischen Park in Mitte ziehen. Vielleicht reichen aber auch klare Worte. Bis Ende Juli dauert die Frist für die Bürgerbeteiligung. Hier gibt´s das Beschwerde-Formular und alle Infos: stadtentwicklung.berlin.de

Thomas Loy, aufgewachsen an der Küste (Nordsee), zog 1995 nach Berlin und wohnt mit seiner Familie seit zehn Jahren in Johannisthal. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-t.loy@tagesspiegel.de.

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