Berlin : Truck Stopp

Schon wieder kollidierte Lkw mit S-Bahn-Brücke. Schaden beträgt 25 000 Euro

Nur ein paar Zentimeter war der Lkw zu hoch, aber das reichte, um einen Schaden von rund 25 000 Euro zu verursachen. In der Nacht zu Montag hat sich wieder einmal ein Laster unter der S-Bahn-Brücke in der Klemkestraße, die Reinickendorf mit Pankow verbindet, verkeilt.

Es war kurz nach Mitternacht, als der 59-jährige, aus Reinickendorf stammende Fahrer mit seinem Lastzug mit der nur 3,70 Meter hohen Brücke kollidierte. Der Lkw mit Container kippte zur Seite und verkeilte sich. Von der Feuerwehr wurde das Fahrzeug mit einer Seilwinde herausgezogen. Ein Brückenmeister der Bahn gab das Bauwerk nach einer Untersuchung wieder für die S-Bahn frei. Die Klemkestraße war bis 2.15 Uhr gesperrt.

An der Bahnbrücke in der Klemkestraße kracht es besonders oft. Dieser Unfall war mindestens der vierte in diesem Jahr. Im März musste die Polizei einen Lastwagen noch verfolgen, der an der Brücke seinen Planenaufbau abrasiert hatte und weitergefahren war. Der Fahrer behauptete, von dem Unfall nichts bemerkt zu haben. Danach krachte es im April und im Mai. Besonders spektakulär war ein Unfall im letzten Dezember, als ein BVG-Busfahrer unter der Brücke hindurch wollte und dabei das Oberdeck des Fahrzeugs zerstörte. Als Ursache für die vielen Unfälle vermuten Experten, dass die Brücke in der Klemkestraße einerseits die niedrigste in der Umgebung ist. Zudem fahren dort viele Lastwagen, weil sich das Industriegebiet Flottenstraße in der Nähe befindet.

Gut 100 Brücken in der Stadt sind für Doppeldecker gesperrt, an ihnen hängt das Schild „Gesperrt für DD-Bus“. Dennoch gibt es immer wieder auch mit BVG-Bussen Unfälle, wenn diese ohne Fahrgäste auf Betriebsfahrt sind. Regulär setzt die BVG auf Linien mit niedrigen Brücken keine Doppeldecker ein. Ha

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