Trumps Dekret : Über 45.000 Berliner von US-Einreiseverbot betroffen

Berliner mit der Staatsangehörigkeit eines der sieben Länder, die vom Bann betroffen sind, können zur Zeit nicht in die USA reisen.

Demonstranten protestieren am Tag nach Trumps Amtseinführung vor der US-amerikanischen Botschaft in Berlin.
Demonstranten protestieren am Tag nach Trumps Amtseinführung vor der US-amerikanischen Botschaft in Berlin.Foto: AFP

Vom Einreiseverbot in die USA sind auch mindestens 45.764 Berliner betroffen. Die Zahl ergibt sich aus den Menschen, welche die Staatsangehörigkeit eines der sieben vom Bann betroffenen Länder besitzen, also Irak (8233), Iran (6588), Jemen (663), Syrien (26508), Libyen (3218), Sudan (171) und Somalia.

Dazu kommen noch Menschen, die eine doppelte Staatsbürgerschaft haben, diese Zahl ist in der Statistik des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg nicht erfasst. Es sind also insgesamt noch mehr Menschen in Berlin betroffen. Donald Trump hatte am Freitag in einem Dekret einen Einreistopp für Menschen aus sieben überwiegend muslimischen Staaten angeordnet.

Tausende Menschen saßen am Wochenende in US-amerikanischen Flughäfen fest. Ein New Yorker Gericht hatte die Ausweisung von Betroffenen untersagt. Bundesrichterin Ann Donnelly hatte ihre Entscheidung gegen das neue Einreiseverbot damit begründet, dass den Betroffenen durch eine Abschiebung "erheblicher und nicht wieder gutzumachender Schaden" drohe.

US-Botschaft in Berlin reagiert mit Terminstopps

Die US-Botschaft ruft Bürger aus den vom Einreiseverbot betroffenen Ländern dazu auf, nicht in die US-Botschaft zu kommen. "Für Staatsbürger der Länder Irak, Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Syrien und Jemen mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres ausgesetzt. Wenn Sie ein Staatsbürger eines dieser Länder sind, vereinbaren Sie bitte keinen Termin für ein Visainterview und zahlen Sie zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Visagebühr. Wenn Sie bereits einen Termin vereinbart haben, NEHMEN SIE DIESEN BITTE NICHT WAHR. Sie werden keinen Eintritt in die Botschaft/das Konsulat erhalten", heißt es auf der in einer auf der Homepage der Botschaft veröffentlichten "dringenden Mitteilung". (Tsp mit AFP)

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