Türkischer Elternverein : Pilotprojekt mit Grundschule gestartet

Mit einem neuen Pilotprojekt wollen der Türkische Elternverein und die Kreuzberger Otto-Wels-Grundschule ihre Zusammenarbeit ausbauen. Die Eltern sollen das Leben und Lernen an der größtenteils von Migrantenkindern besuchten Schule fördern.

Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde im Beisein des Integrationsbeauftragten Günter Piening unterschrieben. Unter dem Titel "Veli aktif - Türkische Eltern gehen in die Schule" sollen sich Eltern ab sofort aktiv an der Gestaltung des Schullebens beteiligen können. So werde man etwa regelmäßige Beratungs- und Seminarangebote für Eltern schaffen und deren Teilnahme an Schulkonferenzen fördern, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Elternvereins, Tülay Usta. Am Abend sollten die Eltern bei einer ersten Infoveranstaltung ihre Vorstellungen und Wünsche äußern.

Laut Usta ist eine solche Kooperation in diesem Schuljahr noch mit fünf weiteren Schulen geplant. In diesem Monat starte etwa die Zusammenarbeit mit der Eberhard-Klein-Hauptschule und dem Robert-Koch-Gymnasium in Kreuzberg. Die Projekte des Türkischen Elternvereins werden vom Berliner Senat jährlich mit 110.000 Euro gefördert.

Kinder aus sozial schwachen Familien

Piening nannte den Start der Initiative einen "kleinen symbolischen Spatenstich für ein besseres Bildungssystem". Die Kooperation mit den Eltern sei eine zentrale Voraussetzung für eine gut funktionierende Schule. Er freue sich, dass Vereine der Migranten Bildung immer stärker in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen.

An der Otto-Wels-Grundschule lernen derzeit 580 Kinder. 85 Prozent der Schüler sind Kinder von Migranten, 80 Prozent kommen aus sozial schwachen Familien.

Otto-Wels-Grundschule. (tso/ddp)

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