Berlin : „Tun wir das Richtige an der richtigen Stelle?“

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Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg JungeReyer (SPD) hat sich am Mittwoch das Quartiersmanagement rund um den Sozialpalast angeschaut und dabei ihre Prioritäten wiederholt: Zuständig fürs Quartiersmanagement sollen die Bezirke sein, die die Probleme besser kennen. Die politische Verantwortung dafür will sie trotzdem tragen. Junge-Reyer: „Die Stadtentwicklungsverwaltung muss lernen, sich zurückzuhalten.“

PRÄMISSEN

Bei ihrem Besuch am Mittwoch wurde wieder deutlich, welches Politikfeld der Senatorin besonders wichtig ist – die Sozialpolitik. Sie war einst Stadträtin für Gesundheit und Soziales in Kreuzberg. Soziale Fragen sind ihr im Zweifel wichtiger als zum Beispiel, einen Gehweg mit schöneren Steinen pflastern zu lassen und dies als Maßnahme zu finanzieren, die das Wohlfühlgefühl der Menschen in ihrem Kiez steigern soll.

ERFOLG

Woran bemisst die Senatorin den Erfolg des Quartiersmanagement? Erstens: Klappt die Vernetzung der Engagements und Angebote, die von den Quartiersmanagern gemacht werden mit dem Alltag der Bewohner? Und zweitens: Funktioniert die angestrebte Verbindlichkeit? Junge-Reyer: „Gelingt es, die Menschen dafür zu gewinnen, die Verantwortung für ihre unmittelbare Nachbarschaft zu übernehmen?“

BEOBACHTUNG

Ingeborg Junge-Reyer will das soziale Engagement ihrer Verwaltung jedoch nicht nur auf die offiziell ausgewiesenen Quartiersmanagement-Gebiete beschränken. „Wir müssen die ganze Stadt im Blick behalten und auf Veränderungen mit entsprechenden Angeboten schneller reagieren“, sagt sie, „und wir müssen uns immer wieder fragen: Tun wir das Richtige an der richtigen Stelle in der Stadt?“ oew

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