Berlin : Turbine presst das Blut durch den Körper

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„Incor I“ funktioniert nach dem Turbinenprinzip, wie viele handelsübliche Pumpen auch. Es entnimmt das Blut aus der linken Herzkammer und entlastet so das Organ. Ein schneckenförmiges Laufrad dreht sich mit hoher Drehzahl und pumpt das Blut mit einem kontinuierlichen Druck in die Gefäße. Deshalb entsteht kein Herzschlag. Dies ist ein grundsätzlicher Unterschied zu den früheren Kunstherzen, die das Klappenprinzip eines natürlichen Herzens übernahmen. Der Rotor von Incor „schwebt" in einem Magnetfeld, so dass keine Reibungswärme entsteht wie bei vergleichbaren Produkten, die auf einem mechanischen Lager laufen. Damit ist das Berliner Kunstherz in Europa einmalig. Gegenüber amerikanischen Konkurrenzmodellen hat Incor einen um 75 Prozent geringeren Energieverbrauch. Eine Akkuladung reicht für zehn bis zwölf Stunden Laufzeit.

25 Millionen Euro hat das Unternehmen „Berlin Heart" in die Entwicklung gesteckt. Bis zum Ende des Jahres soll die Marktreife erreicht sein, nachdem das Kunstherz an 60 Patienten in deutschen wie auch in Kliniken in Österreich und Italien getestet wurde. I.B.

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