Twitter-Umschau : BER-Eröffnung: "Ein erbarmungsloses Wettrennen"

15.08.2012 09:01 Uhrvon
Wer den Schaden hat... Screenshot: Tsp
Wer den Schaden hat... - Screenshot: Tsp

"Einfacher wäre es, Berlin in die Nähe eines funktionierenden Großflughafens zu verlegen" - das Netz spottet über die erneute Verschiebung der Flughafeneröffnung. Wir haben einige Perlen für Sie herausgefischt - unter anderem Beobachtungen zu einem erbarmungslosen Wettrennen.

Wer für den Schaden hat... Dieses Sprichwort ist so alt wie richtig - eine Twitter-Umschau zum BER-Debakel stellt es unter Beweis. "Leute, warum so ungeduldig. Das Jahrzehnt ist noch lange und hat genügend Ersatzdaten für die Eröffnung!", schreibt beispielsweise @Die_Kehrseite. Und Sven Kohlmeier, SPD-Politiker und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, schlägt vor: "Macht es doch wie Apple und nennt einfach keinen Termin! Dann gibt's Hype statt Kloppe."

"Lasst den Scheiß doch einfach so als Bauruine stehen, schreibt groß die Namen der ganzen Unfähigen dran und fertig ist ein Mahnmal", schlägt @arne030 vor.

Ob eigentlich Klaus Wowereit und Matthias Platzeck noch im Amt sind, fragen viele Twitterer - stellvertretend genannt sei hier @ostkreuzblog. @sebaso witzelt hingegen über einen möglichen Plan B des Regierenden Bürgermeisters: "Und dann kommt heraus, dass als Backup ein kleines Team direkt geleitet von Wowereit die ganze Zeit parallel Sperenberg ausgebaut hat". Eine ganz neue Idee hat @frontmotor. Er schlägt vor: "Einfacher wäre es, Berlin in die Nähe eines funktionierenden Großflughafens zu verlegen".

Einige Spekulationen ranken sich über den künftigen Zeitplan. "Das wird ja ein erbarmungsloses Wettrennen! Was wird zuerst eröffnet? Stuttgart 21 oder #BER?", fragt @mnostG. "Berlin sollte sich auf jeden Fall für die Olympischen Sommerspiele 2024 bewerben. Vielleicht ist dann sogar schon der Flughafen fertig", befindet @esistangerichte. Einen längeren Zeithorizont sieht hingegen @Brett_Pitt: "Bei der Eröffnung des BER wird die Lufthansa voraussichtlich nur die Strecken zum Mars und zum Mond anbieten. (ab 49€ p. P.)"

Wofür könnte den eigentlich das Kürzel BER weiterverwendet werden? "Neue Schreibweisen: üBERteuert üBERzogen üBERfällig", schlägt @eraser_org vor, @uweplus ergänzt: "üBERflüssig" - und @dahlrichs schlägt einen neuen Begriff für mehrfach nach hinten geschobene Eröffnungstermine von Großprojektenvor: "BER-öffnung".

Und zum Schluss noch ein Ausflug in die Welt der Literatur. PhoenixCP82 fragt: "Die unendliche Geschichte Teil IV: Wird Bastian zusammen [mit] Fuchur und Atréju den Wowi vor Bauverzug am #BER retten können?" Und nicht nur bei der Twitter ist die Schadenfreude groß. Auf der Facebook-Seite des Tagesspiegels fragte "Jeans Artist": "Wieso Verschiebung ? Die hatten doch nur einen Zahlendreher, es hieß 2013, aber sollte heißen 2031."

Übrigens: Schon als das letzte Mal der Eröffnungstermin verschoben wurde, haben wir eine Netzumschau zusammengestellt - Sie finden sie hier. Fehlt etwas in unserer Sammlung? Schicken Sie uns einen Hinweis per Twitter (@oder per Mail (leserbilder@tagesspiegel.de)! (Tsp)

Umfrage

Das Barbie-Dreamhouse hat am Alexanderplatz eröffnet. Werden Sie es mit Ihren Kindern besuchen?

Service

Zehlendorf Blog

Wir möchten mit Ihnen ein Experiment wagen: Unsere Zehlendorf-Seite ist online - das digitale Magazin aus dem Berliner Südwesten. Ein journalistisches Produkt zum Mitgestalten. Jeden Tag kümmern wir uns, gemeinsam mit Jugendlichen und Leser-Reportern, um die spannendsten Geschichten aus dem Stadtteil, um lokale Politik und das Lebensgefühl der Menschen.
Der Zehlendorf Blog - das neue hyperlokale Online-Magazin

Entdecken Sie Berlin


Wo sind die besten Cafés der Stadt zu finden? Wo die besten Spielplätze? Oder wie finde ich die interessantesten Museen und Theater?
Mit der neuen Best-of-Berlin-App können Sie spielend Berlin entdecken.

Der Stadtleben-Blog

In Berlin kommt man nicht zur Ruhe. Zum Glück. Hier bloggen vier Tagesspiegel-Autoren über Kultur, Szene und Nachtleben der Stadt.
Berichte aus einer lauten Stadt

Nachrichten aus den Bezirken

Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
Diskutieren Sie mit!

Weitere Themen

Willkommen im Tagesspiegel

In unserem Verlagsgebäude finden Lesungen und Salons, Konzerte, Vorträge und Seminare für Leserinnen und Leser statt, zu denen wir Sie herzlich einladen.
Das Stadtmagazin des Tagesspiegels.

Tagesspiegel-Spendenaktion

Erleben sie mit tagesspiegel.de die ganz besonderen Veranstaltungen in Berlin und Umgebung. Hier können Sie sich Ihre Tickets zum Aktionspreis sichern.

Weitere Tickets...