U-Bahn-Bauarbeiten : U2-Züge fahren wieder bis zum Gleisdreieck

Die letzte Etappe der Sanierung hat begonnen. Seit Montag können die Fahrgäste direkt in die neu eingerichtete Linie U12 umsteigen - Informationen zu den veränderten Verbindungen bekommen BVG-Kunden jedoch nur unzureichend

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Der Betrieb der U2 am Gleisdreieck wurde bereits in den vergangenen Jahren immer wieder durch Bauarbeiten gestört.
Der Betrieb der U2 am Gleisdreieck wurde bereits in den vergangenen Jahren immer wieder durch Bauarbeiten gestört.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Die U 2-Unterbrechungs-Geschädigten können wieder etwas aufatmen. Aber nur, wenn sie sich bei den Geheimnissen der BVG auskennen. Die Züge fahren zwar von Pankow bis zum Gleisdreieck alle zehn Minuten durch, die Informationen dazu sind jedoch rar. Im Zug gab es bei Testfahren keine Ansagen dazu; die Fahrgäste wurden im Bahnhof Postdamer Platz aufgefordert, den Zug zu verlassen, weil der Endbahnhof erreicht sei. Dabei blieb es. Auch auf dem Bahnsteig gab's keine weiteren Ansagen, dass der nächste Zug bis Gleisdreieck fahren wird. Immerhin - die elektronische Anzeigetafel Daisy machte nach einer Weile darauf aufmerksam - und auch auf das erforderliche Umsteigen im Bahnhof Gleisdreieck zur U 12.

Dort gab es zwar eine Ansage auf dem Bahnsteig, sie war aber wegen des Baulärms nur schwer zu verstehen. Hier gilt dann: Einfach den Massen nach, sie werden schon wissen, wo es lang geht. Die Züge Richtung Ruhleben enden allerdings schon am Bahnhof Olympia-Stadion. Der Grund: Die Sanierung des Bahndamms nach Ruhleben wird fortgesetzt. Das soll bis 29. Mai dauern.

Die U 1 fährt weiter nur alle zehn Minuten zwischen Uhlandstraße und Wittenbergplatz. Die restliche Strecke bis zur Warschauer Straße übernimmt die U 12. Der Bahnhof Bülowstraße ist geschlossen, einen Ersatzverkehr mit Bussen gibt es dorthin nicht. Er ist zu Fuß nach rund 300 Metern vom Bahnhof Kürfürstenstraße der U 12 aus zu erreichen. Oder mit den Bussen der Linien M 48 und M 85.

Für die Bauarbeiten am Gleisdreieck sind insgesamt sieben Monate eingeplant, bis zum 24. November. Es ist die letzte von mehreren Sanierungs-Etappen auf dem 100 Jahre alten Kreuzungsbahnhof. Bis November will die BVG rund 35 Millionen Euro in die Erneuerung von Bahnviadukten, Gleiströgen und Kabelkanälen investiert haben. Damit die Bahnen künftig leiser fahren, werden ein Kilometer Schienen neu verlegt und mit Dämmmatten versehen.

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