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U-Bahn : BVG-Fehler bringt Fahrgäste in Lebensgefahr

Die BVG-Mitarbeiterin hatte zwar am Bahnsteig des U-Bahnhofs Rathaus Spandau gehalten, an der Endhaltestelle aber nicht die Türen geöffnet. Die Fahrgäste nahm sie mit in die Abstellanlage.

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Berlin – Der Fehler einer U-Bahnfahrerin hat die Fahrgäste eines Zuges in erhebliche Lebensgefahr gebracht. Die BVG-Mitarbeiterin hatte zwar am Bahnsteig des U-Bahnhofs Rathaus Spandau gehalten, dort aber nicht die Türen geöffnet. Stattdessen fuhr sie mit allen Fahrgästen in den Wagen in die Abstellanlage und öffnete dort – wie es nach Angaben der BVG auch vorgeschrieben ist – alle Türen des Zuges, wie die BVG am Montag bestätigte. Der Vorfall hatte sich bereits am vergangenen Dienstag ereignet.

Die meisten der verdutzten Fahrgäste stiegen aus, was leicht möglich ist, weil es in den Abstellanlagen Laufstege in Höhe der Türschwelle gibt. Zum Glück stand auf dem anderen Gleis neben dem Steg ein ausfahrbereiter Zug, dessen Fahrer die Fahrgäste aufforderte, bei ihm einzusteigen und zum Bahnhof zurückzufahren. Wären die Fahrgäste auf die Gleisanlagen gestiegen, hätten sie sich wegen der Stromschienen dort in höchste Gefahr gebracht.

Während die BVG mitteilte, alle Fahrgäste seien zurückgefahren worden, geben Zeugen an, dass einige auch über die Gleise zum Bahnhof zurückgelaufen seien. Auch auf dem Steg seien Fahrgäste zurückgeblieben, weil der Zug sehr schnell abgefahren sei. Die Fahrerin muss nun mit disziplinarischen Maßnahmen rechnen. Klaus Kurpjuweit

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