Berlin : U-Bahn-Messerstecher wieder vor Gericht Ist der 38-jährige Täter krank?

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Ein 38-jähriger Libanese hat gestanden, ein Team von U-Bahn-Kontrolleuren bei einem Angriff mit einem Messer schwer verletzt zu haben. „Ich habe auf die eingestochen und bin dann geflüchtet“, sagte der Angeklagte am Dienstag zu Prozessbeginn im Landgericht.

Zu der Attacke im April 2001 war es gekommen, als ihn drei Kontrolleure aufgefordert hatten, seine Füße, die er auf eine Sitzbank gelegt hatte, herunterzunehmen. Der Mann befindet sich seit seiner Festnahme in psychiatrischer Behandlung.

Der 38-Jährige war wegen der Tat bereits Ende vergangenen Jahres zu zehn Jahren Haft verurteilt worden; der Bundesgerichtshof hob das Urteil jedoch wieder auf. Hintergrund für die Entscheidung war die von einem Gutachter festgestellte Schizophrenie des Angeklagten.

Das Verfahren wegen versuchten Mordes und Totschlags muss damit vom Landgericht neu aufgerollt werden. Nächster Verhandlungstag ist der 8. Oktober. dpa

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