U-Bahn-Schlägerei : Mehrere Hundert gedenken Giuseppe M.
19.09.2011 16:16 Uhr- War es eine "Hetzjagd" oder nicht? Vor Gericht ging es dabei um den metergenauen Abstand zwischen Giuseppe Marcone und seinem Verfolger. - Foto: dapd
- Als er sich vor seinen Peinigern in Sicherheit bringen wollte, rannte Giuseppe M. einem 30-Jährigen direkt ins Auto und starb. - Foto: dpa
- Auf der Flucht vor Schlägern war Guiseppe M. aus Panik auf die Straße gerannt, wo ihn ein Auto erfasste und tödlich verletzte. Mit großer Anteilnahme wurde ihm jetzt das letzte... - Foto: dpa
Er wollte vor den Schlägen seiner Angreifer flüchten und wurde Minuten später auf der Straße von einem Auto überfahren und dabei getötet. Am Montag trauerten etwa 200 Angehörige und Freunde des Berliners Giuseppe M. an der Unfallstelle in Charlottenburg. Viele Blumen und Kerzen lagen neben den von der Polizei auf die Straße gezeichneten Umrissen des Toten.
Bereits am Samstagabend hatten sich zwei Männer bei der Polizei gestellt. Sie sitzen in U-Haft. Baris B. (22) und Ali K. (21) aus Neukölln sind der Polizei bereits wegen Raub, Diebstahl und Körperverletzung bekannt. Sie gaben allerdings in der Vernehmung lediglich zu, an einer Konfrontation mit dem späteren Opfer beteiligt gewesen zu sein.
Mit dem, was dann folgte, wollen sie nichts zu tun gehabt haben.
Zunächst fahndete die Polizei noch nach einem dritten Tatverdächtigen. Am Montagabend hieß es dann jedoch, dass man nach den bisherigen Ermittlungen nicht mehr davon ausgehe, dass ein Dritter an der Tat beteiligt gewesen sei. Nach dem Mann werde nicht mehr gefahndet.
Giuseppe M. war mit seinem Begleiter Raul S. am Sonnabend früh im U-Bahnhof Kaiserdamm von den Männern angepöbelt und dann geschlagen worden. In Panik rannte der 23-Jährige aus dem Bahnhof und auf die Straße. Dort erfasste ihn ein Autofahrer. M. starb noch am Unfallort. Raul S. war zunächst in eine andere Richtung geflüchtet und dann zurückgekehrt, um seinem Freund Erste Hilfe zu leisten.















