Berlin : U-Bahnhof Gleisdreieck früher fertig Normalbetrieb ab 9. Dezember vorgesehen

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Die Verlängerung fällt etwas kürzer aus als befürchtet: Um an den Adventssonntagen im Dezember den erwarteten Andrang besser bewältigen zu können, nimmt die BVG nach ihren Angaben den Normalbetrieb auf den U-Bahnlinien U 1 (Warschauer Straße – Uhlandstraße) und U 2 (Pankow – Ruhleben) früher auf als geplant. Bis zum 4. Dezember werde es einen eingleisigen Betrieb geben, kündigte die BVG an. Nach einer Sperrung vom 5. bis 8. Dezember, die für den Ausbau einer Weiche erforderlich ist, beginnt der Regelbetrieb dann am 9. Dezember. Dies war zunächst erst für den 11. Dezember vorgesehen.

Seit Mai ist der Verkehr auf beiden Linien wegen Sanierungsarbeiten im Bahnhof Gleisdreieck stark eingeschränkt. Die U 2 ist zwischen Gleisdreieck und Wittenbergplatz unterbrochen, Fahrgäste müssen im Bahnhof Gleisdreieck deshalb in die Bahnen der Baustellenlinie U 12 (Warschauer Straße – Ruhleben) umsteigen; zudem fahren die Züge zwischen Potsdamer Platz und Gleisdreieck nur alle zehn Minuten statt im üblichen Fünf-Minuten-Takt.

Geplant war, die Arbeiten bereits am 14. November abzuschließen. Neu entdeckte Schäden verlängerten aber die Arbeiten, zumal nach Angaben der BVG auch mehrere Diebstähle in den Büro- und Werkstattcontainern die Terminkette durcheinandergebracht hatten. Seither lässt die BVG die Baustelle überwachen. Der Versuch, die Verzögerungen durch einen Drei-Schicht-Betrieb aufzufangen, gelang nicht ganz. Immerhin konnte die Nacharbeit aber von veranschlagten sechs Wochen auf drei reduziert werden.

Vor der Wiederaufnahme des Normalbetriebs muss noch die Bauweiche vor dem Bahnhof Gleisdreieck ausgebaut werden. Bei ähnlichen Arbeiten am Bahnsteig der U 1 im Bahnhof Gleisdreieck verzögerte sich 2009/10 die Wiederaufnahme des Betriebs um mehr als zwei Monate, weil damals die Bauweiche wegen des Kälteeinbruchs im Dezember bei den fortdauernden Frosttagen nicht ausgebaut werden konnte. Jetzt will die BVG besser darauf vorbereitet sein, obwohl auch dieses Mal die Arbeiten bis in den Dezember hinein reichen. Klaus Kurpjuweit

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